Meinung : Matthies meint: Ruhe im Train!

Wenn die Deutsche Bahn wieder mal Denglisch mit uns spricht, ist Wachsamkeit angesagt. Nach McClean, Official Carrier, DBlounge und Service Point war der damalige Chef Johannes Ludewig zwar gefeuert worden, aber leider nicht deshalb. Unter neuer Leitung geht alles so weiter, und langsam erweckt die, äh, German Rail den Eindruck, dass auch dumm ist, was dumm heißt. Da ist schon der nächste Streich: Rail & Mail. Und wir verstehen wieder mal nur Station: Schiene und Post? Ach so: Es geht darum, dass nun endlich ein alter Menschheitstraum vor der Verwirklichung steht, nämlich das Internet-Surfen während der Fahrt. Zwar ist schon jetzt das Telefonieren und Computerklappern im Zug kaum noch zu ertragen, speziell in der 1. Klasse, aber das lässt die Microsoft-Leute, die sich die neue Technik ausgedacht haben, natürlich kalt. Bald werden wir während der Fahrt kleine erotische Dienstleistungen per Bildschirm in Anspruch nehmen, das Netz nach fetten Hip-Hop-Beats durchsuchen oder einfach nur E-Mails schreiben dürfen: "Huhu! Ich sitze gerade im Zug nach ..." Clever, wie die Bahn ist, plant sie wahrscheinlich gerade auch das Gegenteil der rollenden Daddelhalle, den Flüsterzug, in dem all der Technik-Kram verboten ist. Das wäre so schön, dass wir sogar einen englischen Namen ertragen würden. Quiet & Ride? Bitte, Bahner: Bedient Euch.

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