Meinung : Matthies meint: Sagen wir: zweikommasieben!

Im Grunde ist jeder von uns ein Meteorologe. Das Wetter morgen wird ungefähr genauso wie heute: Mit dieser Aussage liegt man meist richtig und kann sich als Experte feiern lassen. Ob diese Methode auch für die Wirtschaftsprognostik taugt? Zweikommavier bis zweikommasieben - das waren die Prognosen der deutschen Forschungsinstitute für das Jahr 2000. Dreikommaeins sind es geworden, ein Milliardenhaufen Differenz. Kann mal passieren, passiert aber neuerdings nahezu jedes Jahr und wirft also die Frage auf, ob die teuren Professoren und ihre noch teureren Institute nicht lieber doch die Wahrsagebranche meiden sollten? Machen wir die Probe, verfahren wir nach dem volkstümlichen Rezept: Kräht der Finanzminister auf dem Mist ... Meine Prognose für das Wachstum 2001: sagen wir zweikommasieben. Das steht jetzt hier, gegründet auf nichts als eitel Gefühl und Wellenschlag, lässt sich übers Jahr nachlesen und objektiv prüfen. Trifft das Ergebnis zu, erwarte ich allerdings einen bescheidenen Millionenzuschuss. Für weitere intensive Forschung.

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