Meinung : Matthies meint: Von der Putzgruppe lernen

Um mal was Positives über die Vergangenheit zu sagen: Sie ist als Testplatz für neue gesellschaftliche Trends kaum zu ersetzen. Was wäre aus uns geworden, hätten die alten Griechen nicht die Grundlagen der Demokratie erfunden? Ähnliches gilt für Joschka Fischers Jugendsünden. Vor Jahrzehnten galt das Herumprügeln mit Polizisten aus gesellschaftspolitischen Gründen als kriminelles Unrecht, auch heute wird es nicht gern gesehen - aber was wird morgen sein? In Holland, wo die Zukunft bekanntlich schon heute in vielerlei Hinsicht Gegenwart ist, können wir eine Ahnung aufschnappen. Dort nämlich ist jetzt das fachgerechte Attackieren einer Polizeiabsperrung in die Ausbildung von Top-Managern aufgenommen worden: Steine werfen, Barrikaden bauen, Beamte vom Pferd ziehen - das komplette Putzgruppen-Programm also. Es soll helfen bei strategischen Entscheidungen, die "von Feindbildern geprägt" seien. Wie bei Politikern! Fischer war also auf dem völlig richtigen Weg. Und wir ahnen nun, wie er sogar mit Madeleine Albright fertig geworden ist.

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