Meinung : Matthies meint: Wie Anna zu ihrem Haar kam

Hat der Mann als solcher noch Zukunft? Die Zeichen stehen schlecht. Erst zerstörte die sog. Emanze seine Geschäftsgrundlage, dann drängten noch gefährlichere weibliche Rollenmodelle auf den Markt, die am zermürbten Kopf vorbei direkt aufs Geld zielten: Boxenluder, Containerschlampe, Pistenhuhn. Jetzt folgt der finale Schlag. Angela Ermakowa hat ihn geführt, sie ist, sofern wir den Recherchen der "Bild"-Zeitung trauen mögen, die erste Samenräuberin der Geschichte. Räuberin? Nun ja. Die Sache dürfte juristisch eher als Unterschlagung einzustufen sein, doch das ändert nichts an der Heimtücke: Boris B., noch erhitzt vom Match in Wimbledon, lässt sich von der Täterin in die Wäschekammer eines nahen Hotels komplimentieren. Dort hat man ein wenig Oralverkehr, die junge Dame schließt den Mund, verschwindet blitzartig, sichert die Beute in einem passenden Gefäß und eilt zum Gynäkologen. Neun Monate später kommt die kleine Anna mit den rötlichen Haaren zur Welt, die Klageschrift kommt in den Kasten. Bitte? Das ist alles haarsträubender Blödsinn? Für unseren Boris macht es keinen Unterschied mehr. "Da kann ich ja noch drei Mal!" hat er im letzten Werbespot gestaunt. Das war womöglich ein Rechenfehler.

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