Meinungsfreiheit : Mit der Mohammed-Karikatur vor die Moschee
17.08.2012 00:00 UhrDie Herrschaften von „Pro Deutschland“ sind Geschmackssache. Sie haben Angst vor dem Islam und seinen möglicherweise gefährlichen Nebenwirkungen, das mag man übertrieben finden oder auch nicht. Und man mag ihre Absicht, am Sonnabend vor Berliner Moscheen mit Mohammed-Karikaturen zu demonstrieren, für geschmacklos oder nervend halten. Mehr aber auch nicht. Das Verwaltungsgericht hat völlig zu Recht die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit höher bewertet als das Recht einer Religionsgemeinschaft, vor Kritik – auch scharfer – geschützt zu werden. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat den Beschluss am Freitag bestätigt.
So funktioniert Demokratie.
Leider ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es dennoch zu Konflikten kommt. Nicht wegen der voraussichtlich friedlichen Demonstranten oder der Moscheebesucher, sondern wegen der linken Gegendemonstranten, denen der Grundkonflikt vollkommen egal ist, solange es nur gegen „Pro Deutschland“ geht.
Dabei wäre alles ganz einfach. Die Demonstranten demonstrieren, die Moscheebesucher beten, und hinterher gehen alle friedlich nach Hause. Aber so einfach laufen die Dinge leider selten in Berlin.











