Meinung : „Menschen sind die Stärke …“

Matthias B. Krause

… unseres Aufklärungssystems.“

Details aus seinem Leben als verdeckter CIA-Agent sind noch immer höchst geheim. Man weiß nur, dass Porter Goss, den Präsident Bush am Dienstag als neuen CIA-Chef vorstellte, in Spezialeinheiten in Europa und Lateinamerika wirkte und sich während der Kubakrise 1962 in Florida befand – „eine sehr interessante Zeit“, wie er einmal der „Washington Post“ verriet. Der 65-jährige Republikaner aus Florida ist zweifellos ein Insider, wenn es um Geheimdienste geht. Und er kennt die Arbeit auf dem Kapitol Hill ebenso von innen. Nach einer Krankheit verließ er in den 70er Jahren den Geheimdienst und startete seine politische Karriere. 1988 zog der Yale-Absolvent in den Kongress ein. Nach 16 Jahren wollte er mit der Politik aufhören, doch Bush überredete ihn nach dem 11. September zum Weitermachen.

So leitete Goss etwa die Untersuchung des Kongresses zum Versagen der Geheimdienste vor den Terror-Anschlägen – ein Bericht, der seinen Vorgänger George Tenet den Kopf kostete. Die Kommission forderte zudem einen Nationalen Geheimdienstdirektor, der die Kommunikation zwischen den insgesamt 15 Behörden effektiver koordinieren solle. Bisher ist es der Job des CIA-Chefs, den Präsidenten in regelmäßigen Treffen über die Gefahrenlage zu unterrichten. Und so wird es eine von Goss’ ersten Aufgaben sein, mit dem Weißen Haus die Beschneidung seiner eigenen Kompetenzen zu verhandeln.

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