Merkel wieder da : Regiere in der Not

Jetzt ist sie wieder da, um zu regieren: Angela Merkel. Das hat sie zwar so nicht angekündigt – aber es wäre dringend nötig. Ihre kleine Koalition, eine große Kollision, fängt gerade aufs Neue an, Themen zu beleben, die längst zu den Akten genommen zu sein schienen. Eine Steuersenkung zum Beispiel.

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Die FDP kann es nicht lassen, vor allen ihr Vorsitzender nicht. Sprüche, als wäre nichts gewesen. Sollte der Aufschwung wirklich nachhaltig sein, werden bestimmt nicht die Steuern gesenkt. Entweder wird im Sozialen nachjustiert, oder es wird gespart. Oder beides. Wie Lord Maynard Keynes, jawohl, der immer gefordert hat: Investiere in der Not, aber vergiss darüber das Sparen nicht, wenn’s gut geht. Die FDP vergisst das – und sich selbst. Na ja, das muss sie selbst verantworten. Fünf Prozent sind auch schon ein schönes Ergebnis. Immerhin: drin im Parlament. Die Kanzlerin allerdings muss auf mehr Konsistenz achten. Ihre Union wird sonst mit der FDP verlieren und verlieren. In Ostdeutschland, Merkels Heimat, können sich 20 Jahre nach der Einheit 80 Prozent der Wähler vorstellen, in einem sozialistischen Staat zu leben. Die CDU als Projekt 20? Auch dagegen hilft nur eines: regieren. Wie sangen die Puhdys noch: Es sind die Zeiten nicht zum Schlafen da.

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