Meinung : Mikrozensus zur Gleichberechtigung: Die Schwachen, immer stärker

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Mit Bitten herrscht die Frau und mit Befehl der Mann: die eine, wenn sie will, der andere, wenn er kann. So, wie es der Dichter Johann Christian Rost in seiner Streitschrift gegen Johann Christoph Gottsched im 18. Jahrhundert schrieb, hat sich das Frauen- und Männerbild lange gehalten. Doch heute, in unseren modernen Zeiten, soll das alles anders sein - oder zumindest werden. Von Gleichberechtigung ist öffentlich viel die Rede. Wie aber sieht es da aus, wo etwas zu sagen ist? Entscheiden nach wie vor die Männer? Der Mikrozensus 2000 des Statistischen Bundesamtes hat es an den Tag gebracht: Zwar sind gut zwei Drittel aller Führungskräfte nach wie vor Männer. Doch im Vergleich mit der Situation vor einigen Jahren ist das aus Frauensicht bereits ein beachtlicher Fortschritt. Und der Siegeszug des schwachen Geschlechts geht weiter. Unter den Führungskräften, die jünger sind als 30 Jahre, sind Männer und Frauen bereits gleich stark vertreten. Das gelingt in der Wirtschaft ohne Quote. Hier beweist sich beim Streben der Frauen nach der lange verwehrten Gleichberechtigung ein anderes Dichterwort aufs Feinste: Mit Frauen soll man sich nie unterstehen zu scherzen.

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