• Potsdamer Neueste Nachrichten
  • Bootshandel
  • Qiez
  • zweitehand
  • twotickets
  • Berliner Köpfe
  • wetterdienst berlin

Münchner Sicherheitskonferenz : Eine neue Sicherheitspolitik für Europa

01.02.2013 11:07 Uhrvon

Umfrage

Sollte sich Deutschland militärisch in den Krisenherden der Welt mehr engagieren?

Die USA haben deutlich gemacht: Mali ist Sache der Europäer. In Zukunft werden die EU-Länder immer häufiger ohne die Hilfe des großen Bruders Amerika auskommen müssen. Doch Deutschland sträubt sich gegen eine militärische Führungsrolle.

Kann nun die Strategie sein, neue Waffen anzuschaffen und andere mit unseren auszurüsten?

Auch Deutschland muss seine Ziele klären. Welche Interessen hat das Land, und wie will es damit umgehen? Im Moment sieht es eher so aus, als stolpere die Republik von einer Situation in die nächste, werde immer wieder überrascht. Nehmen wir Mali: Der Außenminister ruft rasch ein Nein zum Einsatz, der Verteidigungsminister lässt soeben wissen, dass Deutsche schon bald auch beim Betanken von Kampfjets helfen sollen und dafür schon mal ein Bundestagsmandat nötig ist. Scheibchenweise in den Krieg.

Gleichzeitig sind viele Politiker offenbar nicht böse, dass die meisten Deutschen denken, 2014 würden ihre Soldaten Afghanistan verlassen, wie auch die Diskussion um das Mandat am Donnerstag gezeigt hat. Es werden weniger werden (gehen einige dann nach Mali?), aber der Einsatz ist 2014 nicht vorbei. Das sagt auch der Minister, doch wer hört es? Und es geht nicht nur um eine Handvoll Ausbilder.

Kann nun die Strategie sein, neue Waffen anzuschaffen und andere mit unseren auszurüsten? Es klingt gut: Hauptsache nicht das Blut unserer Soldaten. Natürlich muss ein Land seine Leute schützen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob bewaffnete Drohnen zwar Soldaten im Ausland schützen (und weniger nötig wären), ihr Einsatz aber Hass schürt, der durch Attentate andernorts das Blut eigener Zivilisten kosten kann. Die Amerikaner haben damit bereits bittere Erfahrungen. Nicht nur sie wissen auch, was herauskommen kann, wenn man andere mit Waffen ausrüstet. Und dass die Ausbildung anderer dauert. All dies ist eine breite Diskussion wert, unter Sicherheitspolitikern, vor allem aber mit den Bürgern. Das setzt jedoch voraus, dass es ein Konzept gibt. Deutschland will wichtig sein, erwachsen. Die USA trauen das den Deutschen in der EU wohl zu. Aber Deutschland muss es sich auch selbst zutrauen.

Umfrage

Die Ebola-Epidemie breitet sich weiter aus. Tut Deutschland genug, um bei der Eindämmung zu helfen?

Service

Empfehlungen bei Facebook

Der Tagesspiegel im Sozialen Netz

Weitere Themen