Meinung : Nachrichten

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Revolutionär ist die Idee nicht, mit der DGBChef Sommer den Arbeitsmarkt retten will. Der Gewerkschaftsboss hat vorgeschlagen, einen nationalen Job-Pakt zu schmieden – um Unternehmen, die Rekordgewinne einfahren, dazu zu bringen, „endlich wieder zu investieren, statt Arbeitsplätze abzubauen“. Ende der 90er Jahre hatten wir das schon mal, damals hieß der Job-Pakt „Bündnis für Arbeit“. Denn auch Kanzler Schröder hatte mal die Hoffnung, dass man nur alle Beteiligten an einen runden Tisch setzen muss, um am Ende in großem Einverständnis mehr Jobs herauszubekommen. Funktioniert hat das bekanntermaßen nicht, das Bündnis endete in der Totalblockade. Im Gegensatz zu Sommer hat der Kanzler daraus den richtigen Schluss gezogen – und die Reformagenda 2010 aufgelegt. Er weiß, dass es neue Jobs nur geben kann, wenn die verkrusteten Strukturen aufgebrochen werden. Sommer könnte viel von ihm lernen. pet

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