Nahverkehr : Unverständliche Preiserhöhung

Das passt nicht zusammen. Tag für Tag in der Kälte zu warten, ob vielleicht eine S-Bahn oder ein Bus der BVG kommt und dafür auch noch höhere Preise zu zahlen. Doch so kommt es.

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Zum 1. Januar steigen die Fahrpreise im Nahverkehr, weil es im Sommer so beschlossen worden war. Was zu Beginn des Jahres angesichts des Chaos bei der S-Bahn noch als unzumutbar für die Fahrgäste galt, wird jetzt praktiziert, obwohl sich an der Misere fast nichts geändert hat. Und ein Ende immer noch nicht abzusehen ist. Durch das neuerliche Zusammenbrechen des Betriebs mit dem Fallen der ersten Schneeflocken ist bereits die Wirkung des Entschädigungspakets verpufft, das die S-Bahn für November und Dezember geschnürt hatte. Die Rechnung ist hier nur für die Unternehmen aufgegangen, denn die S-Bahn – wie auch die BVG – hatten zuvor neue Kunden an Land gezogen, die mit den Freifahrten für zwei Monate geködert worden waren. Und mit der Aussicht, dass es mit der S-Bahn wieder aufwärts gehe. Sollen die Kunden auf Dauer gehalten werden, kann man jetzt aber nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und so tun, alles sei nun alles so in Ordnung, dass die Preise steigen dürfen. Wenn sich die Erhöhung wirklich nicht mehr stoppen lässt, was man glauben kann oder auch nicht, muss den Fahrgästen jetzt ganz schnell gesagt werden, wie man sie für das neuerliche Chaos entschädigen will. Und für die nicht verständliche Preiserhöhung. Das würde dann zusammenpassen.

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