Meinung : Neue Heimat

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Die israelischen Siedler und ihre nationalistischen Anhänger haben erneut verloren. Wenn das der „Höhepunkt des Protests“ gegen den Rückzug sein sollte, dann darf gar gehofft werden, dass der „Höhepunkt des Widerstands“ gegen die Räumungen – wenn die ersten Siedler ihre Häuser verlassen müssen – viel geringer ausfällt als befürchtet. Die zweite Niederlage, im politischen Bereich, mussten die Siedler in der Knesset einstecken: Der Beschluss des Parlaments, Siedlungsräumungen und Truppenabzug nicht zu verschieben, ist endgültig. Ariel Scharon ist nicht mehr aufzuhalten. Er wird seinen „Plan einer einseitigen Loslösung“ umsetzen. Scharon hat sich seinen Ruf als Kriegshetzer, als glühender Nationalist, zynischer Siedlungspatron und erbarmungsloser Besatzer zu Recht verdient. Doch wenn er jetzt den historischen Schritt wagt, Teile des „Eretz Israel“ aufzugeben, dann sollten auch die misstrauischen Europäer seine Bemühungen vorbehaltlos unterstützen. Und wenn gegen Ende des Jahres der letzte israelische Soldat das am dichtesten bevölkerte Gebiet der Welt verlassen hat, kann die Kritik an der Person Scharon und an seiner Politik wieder aufgenommen werden. Es sei denn, er wartet mit einer neuen positiven Überraschung auf. Er sollte dann – wie heute – nur an seinen Taten gemessen werden.cal

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