Neues Bankenhilfsprogramm : Keiner traut dem anderen

Diese Scheiß-Banken“, soll Angela Merkel einmal gesagt haben, „werden uns noch einige Jahre beschäftigen.“ Nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank bis mindestens Ende nächsten Jahres, denn so lange laufen die neuesten Finanzierungsprogramme der EZB für den Bankensektor. Wie damals nach Lehman: Keine Bank traut der anderen; aber um den Geldfluss zwischen den Häusern am Laufen zu halten, springen die Zentralbanken ein. Das hat damals funktioniert und wird jetzt wieder funktionieren. Und womöglich wird die EZB dazu noch in diesem Jahr die Leitzinsen senken, um der Konjunktur zu helfen. Trotz hoher Inflationsrate. Vielleicht verstärkt sich der Trend: Abbau der Schuldenlast der Staaten durch Geldentwertung. Und doch hilft das alles nicht aus der aktuen Griechenlandkrise. Merkel hatte am Donnerstag die Vertreter von Weltbank, IWF, OECD und WTO zu Gast. Dazu ein paar Finanzminister und einen Nobelpreisträger. Vielleicht finden ja alle die Strategie gut: Banken stabilisieren und sichern, Konjunktur stützen und dann die Gläubiger – also wiederum auch die Banken – bei der Teilentschuldung Griechenlands beteiligen. alf

Seiten 1, 17 und 18

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