Meinung : Nicht nur Äpfel

„Bildung, die sie wollen. Was Migranten-

familien von der Schule erwarten“

vom 5. Dezember

Wieder einmal stört mich, dass mit dem Begriff „Migranten“ alle Menschen in Berlin, die aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturkreisen stammen, in einen Topf geworfen werden.

Oft habe ich den Eindruck, es sind eigentlich Menschen mit muslimischem Umfeld gemeint, was aber verschwiegen wird, aus welchem Grund auch immer. Dabei lassen sich bei genauerem Hinsehen deutliche Unterschiede im Lern- und Bildungsverhalten je nach Herkunft und kulturellem Umfeld erkennen. Wie leicht bei Sichtung des statistischen Jahrbuchs feststellbar, sind z. B. die Kinder der asiatischstämmigen, der westlichen und nördlichen Völker ebenso wie die der russischstämmigen Familien gleichauf bzw. sogar vor der deutschstämmigen Jugend im Schulerfolg, in der Integrationsbereitschaft und den Deutschkenntnissen angesiedelt.

Außerdem gibt es noch einen erheblichen Unterschied, wenn man allein bei den muslimisch geprägten Familien nach Jungen und Mädchen differenziert.

Es hilft auch bei den im Artikel genannten Bemühungen um bessere Bildung nicht weiter, wenn kein Unterschied zwischen Äpfeln und Birnen

gemacht wird.

Jane Richter, Berlin Wilmersdorf

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