Meinung : Nicht Öl – Demokratie macht reich

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Am Geld allein liegt es nicht. Die arabische Welt gehört trotz riesiger Einkommensunterschiede zwischen Kuwait und Djibouti nicht zu den ärmsten Regionen der Welt. Dennoch ist die menschliche Entwicklung, welche die Basis auch für wirtschaftliche Entwicklung ist, gelähmt. Als Ursache dafür sehen die arabischen Autoren des UNDP-Berichts vor allem die Unmündigkeit, in der die Mehrheit der 280 Millionen Menschen in der arabischen Welt gehalten wird. Hinzu kommen mangelnde Bildung und die Ausgrenzung der Frauen. Damit stellen sie den meisten arabischen Regimen ein Armutszeugnis aus. Denn ein bürgerliches Rechtssystem einzuführen und zu respektieren, kostet kein Geld. Im Gegenteil: Dies fördert eine nachhaltige Entwicklung, die schließlich auch den wirtschaftlichen Wohlstand steigert. Doch während die arabischen Herrscher sich um ausländische Investitionen, Umschuldungen und Freihandelsabkommen bemühen, haben sie offenbar kein Interesse daran, dass sich die eigene Zivilgesellschaft entwickelt. Rühmliche Ausnahme sind mittlerweile Golfstaaten wie Qatar, Kuwait und Bahrein, die Ansätze eines Umdenkens zeigen. Der UNDP-Bericht hat nicht nur eine exakte Diagnose vorgelegt, er bietet eine Handlungsanleitung. Die arabischen Herrscher brauchen sie nur zu befolgen. an

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