Meinung : Nichts erfüllt

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Diese Woche wird alles wieder gut. Erste Schritte sind eingeleitet, um zu zeigen: Mit Deutschland ist wieder zu rechnen. Allen voran die Metro, das blühende Handelsunternehmen, das bei der weltweiten Expansion unter seinem irreführenden Namen zu leiden hatte: Alle da draußen dachten, nein, wir brauchen keine U-Bahn, und merkten nicht, dass der Konzern in Wirklichkeit ganz andere Sachen verkauft. Deshalb firmiert er nun als „Metro Group“, und die Kunden draußen in der Welt begreifen endlich: U-Bahn- Gruppe, ach, ja dann. Das ist modernes Marketing nach dem Vorbild der Post, die sich als „Deutsche Post World Net“ entschlossen positionierte und die Konkurrenten erzittern lässt: Die Hunnen, heißt es, schmeißen jetzt auch noch mit Netzen. Das war irgendwie noch verständlich. Aber jetzt? „Willkommen bei der Deutschen Post Fulfilment!“ heißt es aufgekratzt auf der Website; man sei der „dynamische und innovative Partner für umfassende Fulfilment-Dienstleistungen im Bereich der paketaffinen Logistik“. Was? Halten wir uns an Werner Georg Knan, den Boss: „Seit Anfang 2000 ist die Übersetzung des Wortes Fulfilment der Ausdruck unserer inneren Einstellung.“ Übersetzen mag er es freilich nicht, und so fragen wir vergeblich, worin die Post Erfüllung findet. Ist es die quatsch-affine Logistik?

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