Meinung : Nichts

uwe

Verwunderlich ist es nicht, dass die Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände jetzt nach einem neuen Treffen im Bündnis für Arbeit rufen. Wo doch die Wirtschaft am Rande der Rezession steht. Und die Arbeitslosigkeit im Winter voraussichtlich die Vier-Millionen-Marke wieder überschreiten wird. Und wieder eine Tarifrunde vor der Tür steht. Da wäre es doch der richtige Zeitpunkt, alle zusammenzurufen und die Wirtschaft wieder nach vorne zu bringen. Doch es wollen nicht alle. Die Gewerkschaften zum Beispiel lehnen ein solches Treffen ab und auch das Kanzleramt macht bisher keine Anstalten, die Bündnispartner zusammenzurufen. Warum nur? Weil alle wissen, worauf ein neues Treffen hinaus liefe: Die Gewerkschaften müssten schon jetzt Lohnzurückhaltung versprechen. Die Bundesregierung könnte nicht länger umhin, den Bericht ihrer Wissenschaftlerkommission zur Kenntnis zu nehmen, wonach auf dem Arbeitsmarkt keine wirklichen Reformen stattgefunden haben. Und sie müsste vermutlich wieder Geld bereitstellen, um am Ende einen Verhandlungserfolg vorzeigen zu können. Und das will der Finanzminister nicht. Kein Wunder also, dass niemand das Bündnis für Arbeit will, wenn es ernst wird.

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