Meinung : Nichtstun hilft nichts

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Braucht das Bundesinnenministerium einen Neubau? Oder will es ihn ertrotzen, weil die Haushaltslage günstig ist und Außenstehende die Sicherheitsbedenken gegen die jetzige Unterkunft sowieso nicht nachprüfen können? Es ist durchaus möglich, dass sich jetzt manches günstig für die Neubaufreunde fügt. Die bauliche Situation der gemieteten Gebäude an der Spree ist, im Hinblick auf mögliche Anschläge, tatsächlich problematisch. Das hätte einem aber auch schon vor fünf Jahren auffallen dürfen. Erstmals hat nun der höchste Beamte des Innenministeriums auch offen gesagt, was gegen den Standort Tempelhof spricht. Das wiederum sollte nicht nur dem Haupteigentümer, dem Bund, zu denken geben, sondern auch dem Senat. Denn wenn die Bedenken fundiert sind, gelten sie für jeden künftigen Nutzer. Sind sie hingegen nur vorgeschoben, muss das belegt werden. Um Alternativen für Tempelhof muss sich der Regierende Bürgermeister jedenfalls viel intensiver kümmern als die Bundesregierung, denn die gewaltige Brache Tempelhof wird zum Berliner Problem, nicht zu einem des Bundes. apz

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