Nordrhein-Westfalen : Es liegt bei der CDU

Die Union braucht sich keine Hoffnungen zu machen, vornehmlich die in Nordrhein-Westfalen. Dass Jürgen Rüttgers das Ministerpräsidentenamt beansprucht, weil seine Partei bei der jüngsten Landtagswahl 6000 Stimmen mehr erzielt hat als die SPD – das heißt gar nichts.

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Die SPD wird nämlich nicht so einfach den Führungsanspruch akzeptieren, wenn überhaupt; erstens haben beide Parteien im Parlament dieselbe Zahl der Sitze, zweitens hat die SPD einen Politikwechsel versprochen. Wenn es den nicht gibt, dann schwächt sie sich ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, da die Linke sich in ihre Einzelteile aufzulösen beginnt, wieder selbst. Zuzutrauen wäre es den Sozialdemokraten, sie sind begabt im Verkennen des richtigen Zeitpunkts. Nüchtern festgehalten ist die Lage aber so: Entweder die CDU nimmt Abschied von vielen Vorstellungen (was ihnen leicht fallen müsste, so oft, wie sie schon daran herumgewerkelt hat) und von Rüttgers für den obersten Regierungsposten, oder es wird nichts mit der großen Koalition. Stattdessen Neuwahlen, und zwar so: Die FDP, im freien Fall, könnte am Boden landen, die Grünen würden noch mal steigen, CDU und SPD kämen wieder gleichauf an. Die Union sollte jetzt besser nicht darauf hoffen, dann wieder ein paar Stimmen mehr als die Genossen zu bekommen.

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