Meinung : Nützlich – und hochgefährlich

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So soll man es lesen: Durch den Einsatz der amerikanischen Geheimdienste und Sicherheitskräfte wurde in letzter Minute ein Nuklear-Attentat verhindert. Der Nachteil an dieser Schlagzeile: Sie passt zu gut. Der Verdacht drängt sich auf, es werde ein gigantisches Ablenkungsmanöver inszeniert. Seit Wochen stehen FBI und CIA unter Druck. Offenbar gab es vor dem 11. September einige konkrete Warnungen, denen nicht nachgegangen wurde. Aus Schlamperei, Leichtsinnigkeit und internen Eifersüchteleien. Was liegt also näher, um die Gründung eines neuen Superministeriums zu verkünden und den ramponierten Ruf durch eine sagenhafte Erfolgsgeschichte zu flicken? Gekrönt wird das Ganze von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der in Kuwait noch einmal eindringlich vor dem Massenvernichtungsarsenal des Irak warnt. Das alles passt zu gut – und ist doch ernst. Selbst wenn die Meldung dem Weißen Haus politisch nützt, selbst wenn das Vorhaben des mutmaßlichen Terroristen noch im frühen Planungsstadium war: Die Gefahr ist real. Al Qaida will eine „schmutzige Bombe“ zünden. Und vielleicht verfügt die Organisation bereits über die entsprechenden Mittel. Verhandeln kann man mit diesem Gegner nicht, abschrecken lässt er sich auch nicht. Das Einzige, was möglich bleibt, ist Prävention. Die Frage, wer davon sonst noch profitiert, ist zweitrangig. mal

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