Nullrunde für Rentner : 20 Millionen Wähler

Die Altersbezüge der Rentner werden nicht gekürzt – weil die große Koalition es damals so beschlossen hat. Viele Arbeitnehmer haben nicht so viel Glück.

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Die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland können sich freuen. Ihre Altersbezüge werden nicht gekürzt – weil die große Koalition es damals so beschlossen hat. Viele Arbeitnehmer haben nicht so viel Glück. Denn die Bruttolöhne in Deutschland sind im vergangenen Jahr durchschnittlich um 0,4 Prozent gesunken. Das war das Jahr, in dem die Renten im Westen um 2,4 und im Osten um 3,4 Prozent stiegen. Mitten in der Krise. Was das heißt? Die Arbeitnehmer haben mehr zu schultern als die Ruheständler, die Jungen mehr als die Alten. Das ist, um es klar zu sagen, ungerecht. Auch der Hinweis aus der Politik, die Rentner werden ihre jetzt vermiedenen Einbußen in späteren Jahren durch geringere Steigerungen nachholen müssen, macht das nicht wett. Denn dieser Plan ist unglaubwürdig. Die Bundesregierung, die 20 Millionen Empfängern von Altersbezügen eventuelle Zuwächse jedes Jahr um die Hälfte kürzt, bis sie die jetzt verhinderten Einbußen wieder kompensiert haben, muss erst noch erfunden werden. 20 Millionen Rentner sind auch 20 Millionen Wähler. Das sind dann doch zu viele, um alle gegen sich aufzubringen. lha

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