Meinung : Oben und unten

„Keinen Schrott“ vom 16. März

Nein, wir wollen natürlich vernünftige Wohnungen zum aktuellen Standard, die auch gern mit etwas mehr Anteil vom „Lohn“ bezahlbar würden. Die Lösung scheint einfach: Laut Diskussion in der Urania verdient der Berliner rund 30 Prozent weniger gegenüber vergleichbaren Städten. Also gebt den Menschen nicht den Nettolohn wie vor Jahren, sondern gleicht ihn an. Geld ist doch genug da, doch wer gibt davon nichts her? Das ist soziale Missgunst von oben, nicht Sozialneid von unten. Dazu passt die Fahrpreiserhöhung der BVG – 2,8 Prozent netto. Die Rentner z. B. bekommen großzügiger Weise 2,18 Prozent brutto Erhöhung. Und bei Lohnforderungen schreien öffentliche und Arbeitgeberverbände hellauf. Es wäre lachhaft, wenn es nicht so traurig ungerecht zuginge.

Gerhard Gdowiok, Berlin-Kreuzberg

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