Meinung : Ökologisch Fußball spielen

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Wir hatten ja keine Ahnung, wie gefährlich so eine FußballWeltmeisterschaft ist. Reizungen der Patella-Sehne, Beulen von Bierdosenwürfen, blaue Augen nach Schlägereien in der Fan-Kurve – geschenkt. Dass aber eine einzige WM 100 000 Tonnen mehr Treibhausgase in die Atmosphäre entlässt als keine Weltmeisterschaft, das wissen wir erst, seit Minister Trittin das Öko-Konzept für diese Veranstaltung vorgestellt hat. Doch sagt er uns die ganze Wahrheit? Das eherne Gesetz von Kyoto verlangt ja einen Ausgleich. Also müssen wegen der WM bis 2006 drei Handball-Europameisterschaften, 150 Spiele der Tennis-Regionalliga sowie 18 000 Minigolf-Turniere abgesagt werden. Das Wasser für Schwimmwettkämpfe läuft ohne Aufwärmen direkt aus der Leitung, Eisschnellläufer müssen künftig ohne die klimamordende Kühlung ihrer Bahnen auskommen. Schließlich sind Fernsehübertragungen von Fußballspielen nur noch bei Sonnenlicht möglich. Ganz wichtig: Netzer & Delling erhalten Sendeverbot. Denn aus ihnen dringt bei jedem Spiel tonnenweise heiße Luft. Reines Kohlendioxid! Ist mit dem Klimaprotokoll einfach nicht mehr zu vereinbaren.

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