Ölpreis : Kurz mal billig

Der Ölpreis sinkt und sinkt. Nun ist der Rohstoff bereits 19 Prozent günstiger als noch vor knapp einem Monat. Und schon wollen die Ersten „Entwarnung“ rufen, die damals Panik geschürt haben. Wie schnell sich die Stimmung in der Wirtschaft derzeit dreht, sieht man auch an den Börsen: Die Werte vieler Branchen reagieren positiv auf die Nachrichten der erdölexportierenden Länder. Aber bedeutet das Entwarnung? Mittelfristig? Darf die Bundesregierung ihren Sommerurlaub verlängern? Nein. Von dem sinkenden Rohölpreis merken die Verbraucher wenig bis gar nichts. Die paar Cent, die man mit Glück heute weniger an einer Tankstelle bezahlt, liegen quasi im Zufallsbereich. Hausbesitzer, die Heizöl tanken, müssten eigentlich alle zwei Stunden die aktuellen Preise der Lieferanten abfragen, in der Hoffnung, sich günstig für den Winter einzudecken. Der derzeitige Rohölpreisverfall heizt die Zockermentalität an. Zocken ist menschlich, da es für Privatleute um viel Geld geht. Aber die Vernunft sagt: Öl, Gas, Sprit und Strom bleiben teuer. Die Preisdelle darf jetzt niemanden davon abhalten, die Suche nach Alternativen zu den fossilen Energieträgern zu verstärken. kph

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