Ölpreise : Ausgesorgt

Der Ölpreis kratzt an der 100 Dollar-Marke. Wenn nicht schnell neue Vorkommen erschlossen werden, ist es nur allzu wahrscheinlich, dass er noch weiter steigt.

Vor wenigen Jahren galt ein Ölpreis von 100 Dollar pro Fass als illusorisch – und als Wunschvorstellung von Investmentbankern. Sehr schnell könnten die 100 Dollar jetzt wieder eine Wunschvorstellung sein, diesmal der Verbraucher. Ungewöhnlich laut hat die Internationale Energieagentur Alarm geschlagen. In den nächsten Jahren ist nach ihrer Ansicht mit einer Explosion des Ölpreises zu rechnen, wenn nicht sehr schnell viel Geld in die Erschließung neuer Vorkommen investiert wird. Dabei geht es nicht um Shell, BP, Esso oder Total – die Konzerne versuchen alles Mögliche, um neue Quellen aufzutun. Das sieht man an sinkenden Gewinnen bei steigenden Ölpreisen. Gefordert sind die staatlich kontrollierten Ölfirmen in Ländern wie Saudi- Arabien, Venezuela und Russland, die den größten Teil der Reserven besitzen. Die internationale Gemeinschaft für den Klimaschutz in die Pflicht zu nehmen, ist für die Zukunft elementar. Die Versorgungssicherheit für die Gegenwart darf dabei aber nicht zu kurz kommen. Bezahlen müssen das die Autofahrer. Die sollten sich auf laufend neue Preisrekorde einstellen. Und spritsparende Fahrzeuge haben sich noch nie so gelohnt wie heute. hop

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