Meinung : Offene Überraschung

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Spekulation hin, Dementi her. Natürlich wird über eine Kabinettsumbildung geredet, seit langem. Und nicht nur von, sondern vielmehr mit den Medien, hinter vorgehaltener Hand. Aus gutem Grund, denn der Effekt wäre dahin, würde man diese Maßnahme, die Attraktivität der Regierungskoalition in der Bevölkerung zu steigern, weit im Voraus offiziell ankündigen. Nur diesem Zweck soll und könnte die Aufgabenverlagerung dienen, falls sich die Wähler überhaupt noch darauf einlassen. Allerdings erst dann, wenn alles – sinnbildlich: die Kommunalwahl in NordrheinWestfalen – verloren ist. Dann wird sich gezeigt haben, dass diese Regierenden zu viel Vertrauen verspielt haben. Neue Gesichter könnten dann eine Chance haben, wenn sie die Hoffnung im Land wieder wecken. Und nur die könnte der Koalition Auftrieb verleihen, bis es um den Machterhalt geht, 2006. Aber diese letzte und einzige Chance darf Rot-Grün nicht vergeben, diese Maßnahme muss überraschen, will sie erfolgreich sein. Deshalb wird es auch in den kommenden Wochen heißen, die Kabinettsumbildung gelte als wahrscheinlich. Was zunächst gilt, ist das Heute – und da sollten Eichel, Stolpe, Bulmahn und Schmidt ihr Amt versehen. Das Morgen folgt der Idee. Denn Schröders Idee von Reformen – die Agenda 2010 – ist überwölbend, ihr wird alles anheim gestellt. Wenn es an der Zeit ist, auch die Personalfrage. nan

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