Meinung : Ohne jegliches Gespür

„Mediziner-Chef: 183 000 -Euro-Prämien stehen uns zu“ vom 19. Januar und

„Rücktrittsforderung“ vom 20. Januar

Ein Schuldbewusstsein scheint bei den KV-Vorständen nicht vorzuliegen, obwohl es sich ganz klar um eine „nachträglich hingebogene“ Entscheidung durch die Selbstverwaltung und um eine rechtswidrige Umgehung der Vorschriften der Gesundheitsverwaltung handelt. Üblicherweise werden beim Ausscheiden aus dem Amt Abfindungen in Höhe eines Monatsbruttos für jedes vollendete Amtsjahr gezahlt. Auch die Obergrenze von sechs Monaten ist sinnvoll. Alles andere ist raffgierige Selbstbedienung ohne jegliches Gespür und zeugt von mangelnder Bodenhaftung. Auch die gezahlten Jahresgehälter halte ich bezüglich der Verantwortung und auch der Organisationsgröße für „weit überzogen“.

Herr Kraffel sollte unverzüglich eine Berufsunfähigkeitsrente beantragen, weil er mit diesem Verhalten als Augenarzt „keinem Patienten mehr in die Augen schauen kann“. Er und die beiden anderen Vorstände sollten abgesetzt werden!

Dass in der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Herr Andreas Köhler dies gleichartig umsetzte und für eine Jahresgehaltssteigerung um 90 000 Euro auf 350 000 Euro Zustimmung fand, zeigt, dass auch der Kopf der KVen „gen Himmel stinkt“. Diese Vorgänge sollten zum Anlass genommen werden, die KVen ganz abzuschaffen!

Dr. rer. pol. Wolfgang Kurz,

Berlin-Wilmersdorf

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