Meinung : Opfer und Opfer

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Es war wohl vor allem der internationale Druck auf die beiden Palästinenserorganisationen Fatah und Hamas, der Präsident Abbas und Premier Hanija dazu bewogen hat, sich endlich zum Friedensgipfel in Amman zu treffen. Die gemäßigten Regime in der Region wissen genau, dass ein Bürgerkrieg zwischen Fatah und Hamas nur den Hardlinern in Teheran und Damaskus nützt. Deshalb ist es umso ermutigender, dass sich ausgerechnet Jordaniens König Abdullah II., dessen Behörden die Hamas vor Jahren aus dem Land getrieben hatten, jetzt als ehrlicher Makler anbietet. Ob der Gipfel nach dem muslimischen Opferfest allerdings wirklich zu einer großen Koalition in Palästina führt, ist höchst zweifelhaft. Denn solange die Hamas Israel nicht anerkennt, solange wird es auch keinen Staat Palästina geben. Dieses Opfer wird Hanija schon bringen müssen. SB

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