Parteien (3): CSU : Rückschritt

Als Duo sind sie angetreten, als Tandem, als Doppelspitze gemeinsam für Bayern – und was der freundlichen Bilder mehr sind, wenn zwei alleine nicht stark genug sind, allein die Macht zu ergreifen. Es wäre zu viel gesagt, wollte man behaupten, die zwiespältigen ersten Ergebnisse der Kommunalwahl in Bayern hätten den Männerbund zwischen Erwin Huber und Günther Beckstein gesprengt. Aber man kann am Tag nach der Wahl auch nicht übersehen, dass das Bündnis erste Haarrisse zeigt. Wenn der Ministerpräsident Beckstein deutlichere Präsenz seiner Partei in Berlin anmahnt, dann steckt darin indirekt eine Kritik an seinem Kompagnon. Denn Berlin, das ist in erster Linie Hubers Feld, wo der Parteichef die CSU in der Koalitionsrunde vertritt. Dabei weiß Beckstein ganz gut, dass Hubers Spielräume im Bundespolitischen arg eng sind und der traditionelle Bayern-Krawall gegen die große Schwester CDU im Bündnis mit der SPD leicht nach hinten losgeht. Umso bemerkenswerter ist seine Mahnung. Die Kommunalwahl, für die CSU noch nie ein leichter Gang, ist nicht in einer Niederlage geendet, aber auch nicht in einem Triumph. Viel spricht dafür, dass die Landtagswahl im September ähnlich durchwachsen ausgeht. Man kann nun ahnen, an wem es dann eher nicht gelegen haben soll. bib

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