Meinung : PDS: Vorwärts immer

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Gregor Gysi schreitet seiner Partei gerne voran. Und hat sich oft in der Sicherheit gewähnt, dass ihm der "Vogel PDS" gefügig aus der Hand frisst. Nach den Terror-Anschlägen in den USA befürwortet er begrenzte Militäraktionen. Bisher ist die PDS in ihren Beschlüssen eindeutig pazifistisch ausgerichtet. Und deshalb schränkt Gysi sein Ja zu Militäraktionen ein. Eine Militäraktion à la Gysi soll den Charakter einer Polizeiaktion haben: kurz und schmerzlos den oder die Täter fassen. Berliner Fraktion und Landesvorstand stehen geschlossen hinter ihrem Spitzenkandidaten. Wie auch immer das Thema Nato-Bündnisfall auf der Regionalkonferenz Ende der Woche diskutiert wird: Der Rückhalt seiner Berliner Basis ist ihm ebenfalls sicher. Und Gabi Zimmer hat sich schon daran gemacht, einen Initiativantrag für den Dresdner Parteitag zu verfassen, um die Bundespartei auf die neue Linie zu bringen. Ist die Niederlage des Bundesvorstands auf dem Parteitag in Münster schon vergessen, als es um militärische Einsätze der UN in Kosovo ging? Gysi wollte damals kein "striktes Nein" mehr. Jetzt werden die Terrorangriffe in den USA in Dresden für Unruhe sorgen. Die Hamburger Genossen haben Gysi schon den Kampf angesagt.

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