Pille für den Mann : Mit Gefühl

Für die Forschung ist es kein Drama, für Männer schon gar nicht, dass „Aspirin“-Produzent Bayer die Forschung an der „Pille für den Mann“ einstellt. Und die Industrie hat sich ohnehin nie große Hoffnungen gemacht, mit der männlichen Verhütung einmal viel Geld verdienen zu können. Denn die Pille, die eigentlich eine Kombination aus Spritze und Hormonpflaster ist, ist in der Anwendung so kompliziert, dass den meisten Männern schon bei der bloßen Vorstellung der Schreck in die Glieder und womöglich noch andere Körperteile fährt. Ein britischer Journalist, der an einer Studie zur „Pille für den Mann“ teilgenommen hatte, berichtet von schrumpfenden Hoden, Sexsucht und extremen Stimmungsschwankungen. Er habe sich mit seiner Frau ständig über Gefühle unterhalten und sie gefragt, ob sie ihn zu dick finde. Einmal habe er sogar geweint, nachdem er ein Gedicht in der Zeitung gelesen habe, erinnerte sich der Brite irritiert. Das ist natürlich eine Zumutung. Während Männer erleichtert aufatmen, dürften viele Frauen enttäuscht sein. Aus der Traum von der Liebe ohne Angst. Die Last, unerwünschten Kindersegen zu verhindern, bleibt auch künftig weitgehend an ihnen hängen. pet

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