Meinung : Piraten des Terrors

EXPLOSION AUF DEM ERDÖLTANKER „LIMBURG“

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War es ein Unfall? Oder der gezielte Anschlag auf einen Erdöltanker? Denkbar wäre das zumindest. Schließlich wurde vor Jemens Küste schon vor zwei Jahren ein Sprengstoffanschlag auf die amerikanische Fregatte „USS Cole“ verübt. Zwar hat die jemenitische Regierung im vergangenen Jahr hunderte von Terrorverdächtigen festgenommen und kontrolliert die Islamisten im Lande stärker als zuvor. Neben Saudi-Arabien bleibt Jemen aber eines jener Länder, in dem die meisten Terroristen rekrutiert oder auf Selbstmordmissionen vorbereitet werden. Die von der Zentralregierung schwer zu beherrschenden Bergregionen, auch im Grenzgebiet zu Saudi-Arabien, bieten Terroristen weiter Rückzugsmöglichkeiten. Die brennende „Limburg“ zeigt uns erneut, wie verletzlich unsere Wirtschaft ist. Zwei Drittel des weltweit benötigten Erdöls wird mit Schiffen transportiert. Die Tanker aus den nahöstlichen Erdölregionen müssen durch das Nadelöhr Persischer Golf, viele auch durch den Golf von Aden. Früher trieben hier Piraten mit wendigen Schiffen ihr Unwesen. Heute benötigt ein Terrorist nur ein mit Sprengstoff beladenes Schlauchboot, um die Ölmärkte in Aufruhr zu versetzen. Der deutsche Flottenverband am Horn von Afrika wird in den nächsten Monaten einiges zu tun bekommen. Denn wenn das ökonomische Schmiermittel Öl nicht sicher in den Westen gelangt, wird die Weltwirtschaft sich kaum von ihrer Krise erholen. clw

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