PORTRÄT ANWAR AL AWLAKI, AL-QAIDA-TERRORIST: : "Hass auf die Ungläubigen"

Er ist in den USA geboren und hat dort studiert. Als Dank schickt er einen Selbstmordattentäter dorthin.

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In den USA gilt er als der nächste Osama bin Laden. Der Attentäter von Detroit besuchte ihn im Jemen persönlich vor seiner Mission. Anwar al-Awlaki, Sohn jemenitischer Eltern, kam 1971 im US-Bundesstaat New Mexico zur Welt, 1978 kehrte die Familie in den Jemen zurück, sein Vater wurde Landwirtschaftsminister. Zum Studium zog es Sohn Anwar 1991 zurück in die USA. An der staatlichen Universität von Colorado ließ er sich zum Ingenieur ausbilden, im kalifornischen San Diego schloss er ein Studium der Pädagogik an. Hier begann der theologische Autodidakt dann auch als Imam zu predigen.

2002 zog der junge Geistliche nach London um, wo er in zahlreichen Moscheen auftrat. In Manifesten wie „Warum Muslime den Tod lieben“ rief er zum „Hass auf die Ungläubigen“ auf. Theologisch ist der 38-Jährige nicht besonders beschlagen. Aber er ist gewandt, spricht makellos Englisch und kennt die Kultur der „Ungläubigen“.

2006 kehrte er in den Jemen zurück. „Keinen Zweifel“ hat auch die jemenitische Regierung, dass der Detroit-Attentäter „Kontakt mit al-Awlaki“ hatte. Einen Tag vor dem Flugzeugattentat griffen jemenitische Kampfflugzeuge Terroristen in der Provinz Shabwa an. In ersten Meldungen, die später dementiert wurden, hieß es, Awlaki sei unter den Getöteten. Seitdem ist der Vater von fünf Kindern wie vom Erdboden verschluckt.

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