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PORTRÄT RACHEL MADDOW US-FERNSEHMODERATORIN: : PORTRÄT RACHEL MADDOW < b>US-FERNSEHMODERATORIN:

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Foto: AFP Foto: AFP
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Sie ist schlagfertig und schlau, witzig und gemein, sarkastisch und voreingenommen. Mit ihrer „Rachel Maddow Show“ poltert sie jeden Abend zur besten Sendezeit gegen die Republikaner und deren Spitzenkandidaten Mitt Romney. Besser gesagt: Rachel Maddow zerfetzt ihre Gegner im Äther. Wenn Barack Obama Präsident bleibt, kann er sich auch bei ihr bedanken.

Seit einigen Jahren hat sich der Nachrichtensender MSNBC, der die „Rachel Maddow Show“ ausstrahlt, als linkes Gegenorgan zu Fox-News etabliert. Auf der Strecke geblieben in diesem Wettstreit der Parteilichkeit ist CNN. Mit dessen Anspruch auf Objektivität lässt sich keine Quote mehr machen.

Der unangefochtene Star auf Fox-News ist seit Ende der 90er Jahre Bill O’Reilly. Mit ihm zog ein neues, sehr erfolgreiches Format in Amerikas politischen TV-Abend ein – die Nachrichtenshow. Sie soll Hitze entfachen statt Licht spenden, unterhalten statt informieren. Gäste werden eingeladen – und im Stakkato zur Schnecke gemacht.

Und in Rachel Maddow hat Bill O’Reilly nun zum ersten Mal ein ebenbürtiges Pendant. Geprägt wurde sie zunächst durch Multikulti und Moral – die Abstammungslinie des Vaters stammt aus Russland und Holland, die der Mutter aus England und Irland, beide „sehr, sehr katholisch“, wie Maddow sagt. Nach der Schule besuchte sie die renommierte Stanford University, wo sie von einer Studentenzeitung als homosexuell geoutet wurde. Als Rhodes-Stipendiatin promovierte sie in Oxford.

Steil verlief auch Maddows Aufstieg im Mediengeschäft. Anfangs dockte sie im Radio an, doch rasch wurde sie als politische Kommentatorin fürs Fernsehen entdeckt. Am 8. September 2008 wurde „The Rachel Maddow Show“ zum ersten Mal ausgestrahlt. Nach einem Monat hatten sich die Zuschauerzahlen bereits verdoppelt.

MSNBC ist zum „linken bösen Zwilling“ von Fox-News geworden, beklagt die „New York Times“. Parallele Wahrnehmungsuniversen werden allabendlich geschaffen, die sich fast nie berühren. Die weltliche Göttin in einer davon ist Rachel Maddow.Malte Lehming

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