PORTRÄT : STEVE JOBS: „Das Wichtigste, was ich jemals getan habe“

Die ganze Welt wartet gespannt auf den nächsten Genistreich des Apple-Chefs

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Foto: AFPGETTY IMAGES NORTH AMERICA

Es gibt wohl kaum einen Manager weltweit, dessen Gesundheitszustand die Börse so sehr bewegt wie der von Steve Jobs. 2004 erkrankte Apples genialer Firmengründer an Bauchspeicheldrüsenkrebs. 2009 musste er erneut eine Auszeit nehmen, unterzog sich einer Lebertransplantation. Analysten meinten damals, ohne Jobs würde der Kurs der Apple-Aktie einbrechen. Doch im September 2009 konnte Jobs verkünden: „Ich bin in der Vertikalen, ich bin zurück, ich arbeite mit unseren Teams, um einige neue großartige Produkte herauszubringen.“

Am heutigen Mittwoch ist es wieder einmal so weit: Jobs wird abermals eine Apple-Neuheit vorstellen, von der er selbst sagt, es sei „das Wichtigste, was ich jemals getan habe“ – wobei das Wichtigste in Wahrheit die Gründung der Computerfirma Apple gemeinsam mit dem Ingenieur Steve Wozniak 1976 war. Schon vier Jahre später war Jobs Millionär.

Der ehrgeizige Jobs hatte die Idee, Computer für den privaten Nutzer zu Hause zu entwickeln und nicht nur für Unternehmen. Mit den legendären Rechnern Apple I, Apple II und später dem Macintosh wurde die Firma groß – und schuf sich eine eingeschworene Fangemeinde. Doch mit dem Erfolg kam auch der Streit: 1985 wurde Jobs aus dem Unternehmen gedrängt. Während der von ihm als Verbannung empfundenen Zeit gründete er die Computerfirma Next, aus der später die Animationsfilmfirma Pixar wurde und die inzwischen Disney gehört. Doch ohne Jobs liefen Apples Geschäfte immer schlechter. 1997 kehrte Jobs zu Apple zurück.

Seither hat der charismatische Unternehmenslenker mit dem Musikspieler iPod und dem Onlineshop iTunes nicht nur die Musikbranche revolutioniert. Er bewies, dass man im Internet mit legalen Musikdownloads Geld verdienen kann. Mit dem iPhone mischte Jobs die Handybranche auf. Das Beste sei ihm nicht gut genug, heißt es, Jobs wird deshalb von seinen Mitarbeitern gefürchtet – und von den Apple-Verehrern geliebt. Die erwarten von Apple nun einen neuen PC mit berührungsempfindlichem Bildschirm, ohne Tastatur.

Steve Jobs, im Februar 1955 in San Francisco geboren und von seinen Eltern zur Adoption freigegeben, wuchs auf inmitten der Aprikosenplantagen des Santa Clara County in Kalifornien. Hier lebt er noch immer mit seiner Frau und drei Kindern. Heute nennt man die Gegend – nicht zuletzt wegen Apple – Silicon Valley.

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