Meinung : Positionierung

„Wowereits Senatsreserve“ vom 29. November

Die neue und unbekannte Bildungssenatorin Sandra Scheeres ist um das wohl schwierigste Senatsressort und Erbe von Klaus Böger und Jürgen Zöllner nicht zu beneiden. Wenn im Koalitionsvertrag der Vorrang der Bildung beschworen wird, spricht schon das traurige Wegschnippeln der gesamten Forschung an die dominierende Wirtschaft eine andere Sprache. Die Arbeitsersparnis dürfte für Frau Scheeres freilich nur marginal sein. Wenn sie nicht rasch Autorität gegenüber dem Regierenden sowie dem Finanzsenator zeigt, werden wir an Schulen ein Desaster erleben. Der Knackpunkt war und bleibt doch ein mit 400 bis 500 € Differenz eklatant auseinander klaffendes Gehalt. Viele angestellte Lehrerinnen und Lehrer spielen mit dem Gedanken, Berlin den Rücken zu kehren. Kein Wunder, sie werden in Brandenburg und anderen Bundesländern mit Kusshand genommen. Also bitte handeln, liebe Jungsenatorin.

Hartmut Walsdorff, Berlin -Lankwitz

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