Meinung : Potemkinsche Dörfer

„Heimat Rechtsstaat“ vom 23. Oktober

Wenn ich als Otto Normalverbraucher die Äußerung des Kollegen RA Isparta lese, bei der Redewendung „getürkt sein“ handele es sich um „gedankenlosen Rassismus“, so kommt mir das spanisch vor! Dem 0815-Impuls widerstehend, mich intellektuell auf Französisch zu empfehlen, greife ich lieber zum Federkiel und rate dem Herrn, er möge doch bitte in seinem teutonischen Furor nichts übers Knie brechen und sich kein X für ein U vormachen: Die kritisierte Redewendung ist so wenig rassistisch, wie Potemkinsche Dörfer als Mittel des sozialen Wohnungsbaus taugen, und wer hier die scheinbare Gedankenlosigkeit anderer an den Pranger stellen zu müssen meint, sollte vielleicht lieber bei seinem Leisten bleiben, die Kirche im Dorf lassen und den Blick in Demut zu Boden wenden: Die Gefahr scheint nicht unbeträchtlich, dass er gerade mit beiden

Füßen in einem Fettnapf steht.

Dr. jur. Roman Trips-Hebert,

Berlin-Reinickendorf

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