Proteste an den Hochschulen : Studenten müssen arbeiten

Und ewig grüßt der streikende Student: Schon vor 20 Jahren blockierten Studierende aus Unmut über die schlechten Studienbedingungen die Hörsäle, dann wieder zehn Jahre später, dann noch einmal im Jahr 2003/2004. Jede Generation hat ihren Unistreik.

Anja Kühne

Und ewig grüßt der streikende Student: Schon vor 20 Jahren blockierten Studierende aus Unmut über die schlechten Studienbedingungen die Hörsäle, dann wieder zehn Jahre später, dann noch einmal im Jahr 2003/2004. Jede Generation hat ihren Unistreik. Die jetzige ist gerade wieder auf der Straße, weil die Aktionen vom Sommer nichts gebracht haben. Ein Trauerspiel. An Deutschlands Hochschulen bleibt es bei zu vollen Kursen und schlechter Organisation. Der Leidensdruck der Studierenden ist sogar noch gestiegen. Denn vor 20 Jahren war es den Politikern und Professoren wenigstens egal, wie viele Semester jemand in der Massenuniversität versackte. Jetzt soll alles schnell gehen und es wird mehr geprüft. Die Studierenden fühlen sich wie Arbeiter, deren Fließband immer schneller läuft. Versagensängste kommen auf. Wird doch der Arbeitsmarkt in der Finanzkrise makellose Studierendenbiografien verlangen. Unterdessen lassen die Finanzminister der für die Hochschulen hauptsächlich zuständigen Länder durchblicken, dass an höhere Bildungsausgaben nicht zu denken ist. Deutschland wird noch mehr Unistreiks erleben. akü

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