Proteste : Anschlag verändert Situation im Iran

Der Anschlag am Eingang des Mausoleums von Revolutionsführer Ayatollah Khomeini verändert die Situation im Iran. Denn nach wie vor wird Khomeini von großen Teilen der Bevölkerung tief verehrt. Sein Mausoleum ist eine Art Heiligtum.

Der Anschlag am Eingang des Mausoleums von Revolutionsführer Ayatollah Chomeini verändert die Situation im Iran. Denn nach wie vor wird Chomeini von großen Teilen der Bevölkerung tief verehrt. Sein Mausoleum ist eine Art Heiligtum. Zwar sind die Täter noch unbekannt. Das Regime wird die Protestierenden gleichwohl für die Tat verantwortlich machen – und damit die Hetze gegen Andersdenkende weiter auf die Spitze treiben. Der Anschlag wird als Beweis angeführt werden, dass die Demonstranten das gesamte islamische System abschaffen wollen. Das aber war bisher nicht deren Forderung. Gleichzeitig werden die Anhänger von Gegenkandidat Mussawi gezwungen, sich von der Tat zu distanzieren und sich zu Chomeinis Revolution zu bekennen – und zu der von ihm erdachten Herrschaft der Geistlichen. Indirekt kommt dies auch einem Bekenntnis zu Chomeinis Nachfolger Chamenei, dem Obersten Religionsführer, gleich. Wer auch immer hinter der Tat steht: Er setzt auf extreme Emotionalisierung, um mit allen Mitteln die Kluft, die durch den Iran geht, zu vertiefen. an

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