Meinung : Prüfen macht klüger

VERGLEICHSTESTS AN BERLINER GRUNDSCHULEN

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Die PisaIsierung des Landes tut den Berliner Schulen gut. Bildungssenator Klaus Böger lässt endlich testen, was die Kinder in der Hauptstadt können; Berliner Schulen und Lehrer entziehen sich nicht mehr dem flächendeckenden Vergleich. Drei Vorteile hat die Massen- und Breitenprüfung: Die besten Schulen werden mit ihrer auf dem Prüfstand erbrachten Leistung offensiv werben können. Alle anderen Schulen werden immerhin wissen, wo sie im innerstädtischen Vergleich stehen. Damit werden sich auch Bildungsdesaster zeigen, die bislang allenfalls vermutet wurden. Zweitens wird sich zeigen, wie leistungsfähig Schulen zum Beispiel in sozial schwierigen Bezirken sind – wer weiß, vielleicht liefern die Tests sogar überraschende Ergebnisse. Wenn nicht, weiß der Senat, wo er nicht länger sparen darf. Gut, dass Deutsch und Mathematikkenntnisse getestet werden – die wichtigsten Grundlagen für die weitere Schullaufbahn. Drittens wird die Querschnittsprüfung die Debatte über das befördern, was die Stadt den Schulen schuldig ist. An den – vermutlich überwiegend düster stimmenden – Ergebnissen wird man sehen, was es kostet, dass Berliner Kinder nicht doch Privatlehrer brauchen, wenn sie im westlichen Ausland studieren wollen. wvb

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