Meinung : Punkt für Punkt

DAS JÜNGSTE POLITBAROMETER ZU REFORMEN

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Nur eine weitere Umfrage, deren Ergebnis man vernachlässigen kann? Das trifft es nicht. Bei alledem, was an weiteren Einschnitten und Umbauten benannt oder diskutiert wird, sind diese drei Werte im jüngsten Politbarometer immer noch ganz erstaunlich: 28 Prozent gehen die Pläne von Kanzler Schröder, zusammengefasst in der „Agenda zwanzigzehn“, wie er sie nennt, nicht weit genug. Und 21 Prozent halten sie für gerade richtig. Außerdem finden mehr als zwei Drittel, dass die eigene Rente selbst ergänzt werden soll. Wie sich daran ablesen lässt – und bei mehr als 1200 Befragten taugt das Politbarometer fraglos als Stimmungsanzeiger – sind die Deutschen im Denken wohl nicht vollends reformresistent. Im Widerspruch wächst die Erkenntnis, möchte man meinen. So einfach ist es nun auch wieder nicht. Alles hängt davon ab, was wann wie und mit welchem Erfolg realisiert wird. Und alles ist der Hoffnung geschuldet, dass es doch mal besser wird. Je länger aber nur noch über das Wie der Reform, also das richtige Maß, gestritten wird und nicht über das Ob, desto eher können sich Wahrheit und Klarheit verbreiten, dass es kein Zurück gibt auf dem Weg der Veränderung. Wer jetzt umkehren wollte, würde mehr verlieren als Prozentpunkte. Wenn das kein Signal an die Politik ist. Und das nicht bloß an Einzelne. cas

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