Putin setzt KSE-Vertrag aus : Wer bellt, muss beißen

Wladimir Putin hat seine Drohung wahr gemacht und den KSE-Vertrag eingefroren. Der russische Präsident hat sich in seine Muskelspiele verrannt.

Nun hat Wladimir Putin seine Drohung wahr gemacht und den KSE-Vertrag eingefroren. Der Vertrag zur Begrenzung konventioneller Streitkräfte in Europa ist eines der wichtigsten Abkommen zwischen den ehemaligen Block-Kontrahenten. Seine Aussetzung stellt einen ernsten Affront dar und fügt sich ein in die antagonistische Politik, die der Kreml seit geraumer Zeit gegenüber dem Westen pflegt. Ein neues Wettrüsten ist jedoch nicht zu befürchten, das könnte sich Russland trotz seiner Ölmilliarden kaum leisten. Das Problem liegt eher darin, dass Putin sich in seine Muskelspiele verrannt hat, obwohl klar ist, dass der amerikanische Raketenabwehrschirm Russlands Abschreckung nicht einmal anzukratzen vermag. Wer gegen besseres Wissen ständig den Ton verschärft, weil das zu Hause gut ankommt, muss irgendwann auch liefern. Die Frage ist, wie der Westen Putin wieder auf den Boden der Realitäten holen kann – ohne einzuknicken, aber auch ohne dass der Kreml-Herr sein Gesicht verliert. Damit Putin nicht noch größeren Schaden anrichtet. clw

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