Meinung : Putins Fiasko

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Es wird weiter gekämpft im russischen Kaukasus. Jetzt ist die Teilrepublik KabardinoBalkarien an der Reihe, morgen kann es wieder Dagestan sein oder Nordossetien, wo Beslan liegt und das Entsetzen auch ein Jahr nach dem Massaker an den Schulkindern kaum nachgelassen hat. Die Ursache dieser Schreckensmeldungen ist der Konflikt in Tschetschenien, der unendlich scheint und immer stärker in die Nachbarrepubliken hineinwuchert. Es gelingt der russischen Regierung nicht, den Anführer des islamistischen Flügels der tschetschenischen Rebellen, Schamil Bassajew, auszuschalten. Offenbar wird Bassajew eher noch stärker. Dafür ist Präsident Putin mitverantwortlich. Er setzt stur auf Repression, und die Sicherheitskräfte verletzen in Tschetschenien und den Nachbarrepubliken gröblichst Menschenrechte. So treibt man Fanatikern wie Bassajew Rekruten zu – nicht nur in Tschetschenien, auch in den anderen Kaukasusrepubliken mit muslimischer Bevölkerung. Putin hat sich sogar die Chance entgehen lassen, die tschetschenischen Rebellen zu spalten. Der 1997 frei gewählte und seit dem zweiten Einmarsch der Russen im Untergrund agierende Tschetschenenpräsident Aslan Maschadow war gesprächsbereit. Die Antwort: Im März dieses Jahres wurde Maschadow getötet. Die Zukunft des russischen Kaukasus erscheint nur noch desperat. fan

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