Meinung : Rechnen mit dem Crash

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Die Stimmung an den Finanzmärkten ist schlecht. Der Dax fällt von einem Jahrestiefststand auf den nächsten. Und auch in den USA oder Japan gibt es für die wichtigen Aktienbarometer kein Halten mehr. Ist das ein Zeichen dafür, dass auch die Wirtschaft bald wieder den Rückwärtsgang einschalten wird? Nein. Zurzeit setzen die professionellen Anleger nicht auf reale Wirtschaftsdaten. Was an den Börsen geschieht, ist ein scharf durchgerechnetes Geschäft mit der Stimmung. Da ist es egal, dass sich die Weltwirtschaft bisher von dem hohen Ölpreis kaum beeinträchtigen lässt. Schließlich könnte die Lage doch noch schlechter werden. Niemand will sich in solch einer Situation die Finger verbrennen und Aktien kaufen, die er vielleicht bald noch billiger bekommen kann. Wer noch Aktien hat, trennt sich von den Papieren, damit er sich später nicht vorhalten muss, zu spät ausgestiegen zu sein. Verstärkt wird der Trend durch Hedge Fonds, die sich Aktien leihen und diese auf den Markt schmeißen, um die Stimmung und die Kurse so weit zu drücken, dass sie die geliehenen Papiere bald wieder mit Gewinn zurückkaufen können. Und mit jedem Tag, die der Trend anhält, wird ein großer Ausverkauf an den Börsen wahrscheinlicher. Für Anleger, die noch Geld zum Investieren haben, sind das gute Aussichten. Denn billig sind Aktien eigentlich schon heute. Nach dem Crash werden sie zum Schnäppchen. hop

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