Rede des Bundespräsidenten : Mal wieder ein Ruck

Es muss ein Ruck durchs Land gehen, nichts anderes hat der Bundespräsident mit seinem Plädoyer für eine sorgsame Elitenpflege nun angemahnt.

Axel Vornbäumen

Die Gesellschaft muss sich mehr um ihre Besten kümmern, auf dass sich die Besten dann mehr um die Gesellschaft kümmern können – das ist das Credo Horst Köhlers. Der Traum von der intakten Bürgergesellschaft schimmert da durch. Und wenn man Köhlers harschen Worten aufmerksam zuhört, dann scheint er der Ansicht zu sein, dass es in dieser Republik nicht allzu viele begriffen haben, was es benötigte, aus diesem Traum Realität werden zu lassen. Der Präsident verspürt Trägheit allerorten, und wenig mehr als die Führungsakademie der Bundeswehr sieht er nicht, wenn er nach beispielgebenden Ausnahmen Ausschau hält. Hört ihn einer? Wahrscheinlich ist das Geschrei nun wieder groß, bei all denjenigen, denen es von jeher suspekt war, ausgetretene Pfade zu verlassen. Da gibt es genug. Köhler zählt sie auf: Schulen, Universitäten, die Wirtschaft. Nebenbei: Das Ganze ist kein Vorstoß in eine konservative Gegenwelt. Das Begriffspaar Elite und Chancengleichheit hat auch schon lange keiner mehr gebildet. Vbn

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