Meinung : Reden wir miteinander!

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Dies ist die hohe Zeit der Kommunikation. Reden wir miteinander! Drüben in Holland haben sie jetzt einen Informationsfilm gedreht, der ins All geschossen wird, damit sich die Außerirdischen auf die Einbürgerung vorbereiten können. So ist sichergestellt, dass sie weder die zuständigen Behörden zur Unzeit kaputtballern noch Wohnwagen als Nahrungsmittel nutzen außen hart, innen schön saftig. Doch das alles ist Zukunftsmusik im Vergleich mit dem realistischen Ansatz der britischen Behörde zur Erhaltung der Bildungsstandards, die den Eltern der Insel beibringen will, wie man sich in der Familie unterhält. Denn offenbar werden die Lücken im Fernsehprogramm und die Auszeiten der Spielekonsolen dort nur noch zu rudimentären Gesprächen genutzt, hey, du oder öööhm oder leck mich! Eine bedenkliche Diagnose aus einem Land, das wir doch immer noch für den Hort gepflegter Konversation zu Earl-Grey-Tee und Keksen hielten. Leider ist nicht überliefert, wie diese Sprachkurse nun aussehen sollen; ob sie mit der Aufforderung beginnen, den Fernseher aus dem Fenster zu werfen und im Fotoalbum nachzuschauen, wie die eigenen Kinder eigentlich aussehen? Das wird ein langer, schmerzhafter Prozess gegenseitigen Kennenlernens mit offenem Ende. Bis dahin sitzen die Holländer längst mit den Außerirdischen im Coffee Shop und lernen, wie man Joints dreht auf Alpha Centauri.

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