Meinung : Reise in die Hoffnung

DER SICHERHEITSRAT TRITT ZUSAMMEN

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Wozu fliegen die Außenminister heute nochmal zu einer Sicherheitsratssitzung nach New York? Ist nicht alles entschieden? Fischer, Villepin & Co. werden nicht glauben, dass sie den Krieg noch verhindern können. Sie suchen auch nicht nach einer billigen Gelegenheit, Amerika öffentlich anzuklagen. Es geht darum, welcher Eindruck von den letzten Stunden vor der Gewalt bleibt. Der Gipfel der drei Willigen auf den Azoren und Bushs Rede an die Nation, das sollen nicht die letzten Bilder sein. Und sie sollen nicht das letzte Wort haben: Krieg ist unvermeidbar, weil die UN ihrer Verantwortung nicht gerecht geworden sind … Sondern: Es hätte eine Alternative gegeben, einen Abrüstungsplan in überprüfbaren Etappen. Der Sicherheitsrat hat sich bemüht, seine Aufgabe zu erfüllen. Die nur vordergründig hoffnungslose Reise nach New York setzt zudem einen Anspruch für die Zukunft. Auch wenn sich die Welt neu sortiert, die UN bleiben das Herz internationaler Politik. Auch nach dem Krieg, den sie nicht verhindern konnten. cvm

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