Rekordergebnis der Bahn : Stolze Zahl

Bahn-Chef Mehdorn ist bester Stimmung - zu Recht?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Bahn-Chef Mehdorn hat gute Arbeit geleistet. Auf ein operatives Ergebnis von gut 1,3 Milliarden Euro in einem Halbjahr kann er stolz sein. Also alles in bester Ordnung? Leider nein. Die Zahlen zeigen nur das halbe Bild. Um weiter erfolgreich zu sein, braucht die Bahn dauerhaft Milliardeninvestitionen in ihre Grundlage – das Schienennetz. Das meiste Geld davon muss vom Bund kommen, dazu hat er sich selber im Grundgesetz verpflichtet. In Zukunft müssen die Rechnungen für den Staat sogar eher höher werden. Denn das Geschäft der Bahnen, auch der privaten Konkurrenten der Deutschen Bahn, boomt. Noch nie war die Schiene als Transportmittel so gefragt wie heute. Auch die absehbaren Preiserhöhungen werden die Kunden wahrscheinlich grummelnd akzeptieren. Die 1,3 Milliarden sind eine schöne Zahl, sie machen das Unternehmen attraktiver für Investoren. Der Staat kann mit einem guten Preis rechnen, wenn er die Bahn zum Teil privatisiert. Aber niemand sollte sich dadurch vorgaukeln lassen, dass es den Verkehrsträger Schiene in Zukunft zum Nulltarif geben wird. hop

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