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Rezession in Europa : Kühles Kalkül

16.11.2012 00:00 UhrVon Carsten Brönstrup

Die Bundesregierung verteilt derweil lieber milliardenschwere Geschenke an Rentner und Familien, statt sich um Wachstum zu kümmern.

Das ist mal ein solider Trend: Seit Jahresbeginn schrumpft das deutsche Wirtschaftswachstum stetig. Schrumpelige 0,2 Prozent sind im Herbstquartal noch übrig geblieben, nachdem es zu Jahresanfang ein Plus von 0,5 Prozent gegeben hatte. Im Winter könnte es weiter abwärts gehen. Viele Indikatoren deuten darauf hin, dass der Bundesrepublik eine monatelange Rezession bevorsteht: Die Aufträge gehen zurück, die Vorstände investieren nicht mehr, die Autoindustrie geht schweren Zeiten entgegen. Für das übrige, von der Schuldenkrise geplagte Europa sind das schlechte Nachrichten. Denn bisher war es die deutsche Dynamik, die die Euro-Zone unter dem Strich vor roten Zahlen bewahrt hat.

Die Bundesregierung verteilt derweil lieber milliardenschwere Geschenke an Rentner und Familien, statt sich um Wachstum zu kümmern. Bis zur Bundestagswahl im Herbst 2013 wird sich das kaum ändern. Im schlimmsten Fall steht dahinter das Kalkül, dass die Politik nur unter dem Eindruck tiefer Krisen zu Reformen fähig ist und nötige Veränderungen in den Problemländern ansonsten ausbleiben würden. Ein solcher Plan aber wäre mehr als zynisch gegenüber dem Rest Europas, der in Schulden und Arbeitslosigkeit versinkt. brö

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