Meinung : Rock ’n’ Roll mit Laurenz Meyer

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In diesen Zeiten der hoch besetzten Duelle kommen die Nebendarsteller einfach nicht zum Zuge. Schon Angela Merkel kennen wir im Grunde nur noch als Hauptfigur einer Berliner Untergrundoper, und Laurenz Meyer... Wer? Ja, der CDU-Generalsekretär. Meyer also war schon komplett untergetaucht, bis ihn jetzt die Anweisung ereilte, sich zwecks menschelndem Interview bei der „Bild am Sonntag“ einzufinden. Doch was würde er sagen? Dass er in seiner Jugend ein gefürchteter Rüpel war? Schon von Friedrich Merz besetzt. Dass er gern im Sommer knackige Touristenmädel klar gemacht habe? Da war Stoiber schneller. Blieb nur noch der Rock ’n’ Roll. Kommt immer an, kann aber auch peinlich werden. Meyer macht nun nicht den Fehler, Udo Lindenberg oder die Puhdys zu loben, sondern bekennt sich unriskant zu Grönemeyer und Westernhagen – aber dann kommt’s: Seine Lieblingsbands sind, angeblich, die Beatles und die Rolling Stones. Ähm, Herr Meyer? Es sollte doch allgemein bekannt sein, dass man in Ihrer Generation entweder die Beatles oder die Stones gut findet, aber nie beide auf einmal – so, wie man entweder die CDU oder die SPD wählt, aber nie beide gleichzeitig. Oder war das ein heimliches Signal für die Große Koalition?

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